Lies Feed The Machine – Teilnehmende Beobachtung – Epics of the Wild East 2.

Prolog.

Nachdem ich einen kleinen Text über meine Begegnung mit dem lustbetontesten Menschen meines großartigen Viertels geschrieben habe, ist es an der Zeit, sich angemessen, auf das erste bewusst zu erlebende Crust-Konzert meines Lebens vorzubereiten. Dazu ist es nicht unbedingt nötig, dass ich über erschöpfende Informationen über das zu untersuchende Milieu verfüge. Ziel der teilnehmenden Beobachtung ist es oft, überhaupt erst einen Überblick über das soziale Phänomen zu gewinnen – „deskriptives“ Vorgehen nennt sich das. Am Ende dieses Abends; besser: am nächsten Morgen, werde ich hoffentlich die Crust-Szene besser verstehen können. (weiterlesen…)

Veröffentlicht in: on Juli 15, 2009 at 12:47 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

Ich will nur noch konsumieren – ich will leben wie ein Tier!

So schallte es über die Straße, als ich gerade an der Tram-Station stand, um auf die Straßenbahn zu warten, die mich zur Uni und damit zu einer zu schreibenden Klausur fahren sollte. Was zur Hölle?! Ein neuer Verrückter in meinem Kiez. Einer den ich noch nicht kenne?! Tatsächlich, quer über die Fahrbahn torkelte, wälzte, stampfte langsam ein Koloss von einem Menschen, der wahrscheinlich schon so einiges konsumiert hatte und schrie immer wieder sein Mantra. „Ich will nur noch konsumieren – ich will leben wie ein Tier!“. Vernünftig, dachte ich mir und auch eine willkommene Abwechslung zu der heruntergekommenen Verrückten, die einen ab und an mit ihren scheiß-moralischen Klohaussprüchen zu Umwelt- und Nächstenliebe auffordert. „Erkennt endlich blablablabla“ – halt die Fresse!  (weiterlesen…)

Veröffentlicht in: on Juli 14, 2009 at 11:52 am  Hinterlasse einen Kommentar  

Das war meine Fusion: Erinnerungsbrei

Na super, nachdem das Ausbleiben der Party- und Reise-Berichte von verschiedenen Personen bemängelt wurde, habe ich mich breitschlagen lassen, mal wieder was zu schreiben. Erinnern kann ich mich auch grad nur nach der Nachfrage zu einem Fusion-Bericht. Nun gut, in der Natur der Sache liegt ja schon mal, dass viele Ereignisse am Boden des Bierglases versickern, also erwartet nicht zuviel. Außerdem schlage ich vor, den Blog ordentlich zu vermassen. Es sollten also auch mal andere Leute was schreiben und außerdem seid ihr aufgerufen, in den Kommentarspalten zu ergänzen und von euren Erlebnissen zu berichten.

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Veröffentlicht in: on Juli 10, 2009 at 12:03 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

»Chaostruppe Saufproleten«

Auch wenn das Verhältnis der AU und der Saufproleten kaum besser sein könnte, halten wir die – je nach Lage – Konkurrenten bzw. Verbündeten unter lockerer Beobachtung. Eher zufällig stießen wir vor wenigen Wochen auf Hinweise auf einen Führungsstreit innerhalb der Truppe, die sich immer weiter verdichteten. Ein anonym geposteter Artikel verschafft nun Klarheit, wir wollen ihn euch nicht vorenthalten. Gleichzeitig wollen wir die im Artikel lancierten Gerüchte energisch entkräften: Für die Mitglieder der AU besteht Entwarnung. Ein Zustrom barbarisierter, zu menschlichen Umgangsformen kaum fähiger und verwahrloster Ost-Trinker steht nicht bevor!

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Veröffentlicht in: on April 9, 2009 at 12:38 pm  Kommentare (3)  

Eine Logo-Skizze und ein Myspace-Profil!

Assoziation Umtrunk

So, das wäre erstmal meine Skizze für ein Logo der Assoziation. Es ist, wie nicht zu verkennen, an das Oi!-Logo angelehnt, allerdings war ich zu unfähig als auch zu faul, alle Farben auf grau umzustellen. Das ist allerdings kein Problem, wie mir grad auffällt, naja, zu spät.

Ansonsten hat die Assoziation jetzt myspace und fordert euch auf, alle zu adden, was das Zeug hält: www.myspace.com/assoziation_umtrunk.

Nuja, das mit dem Lied macht gerade Schwierigkeiten, aber das kriegen wir auch noch hin.

So long: Cheers and Oi!

Veröffentlicht in: on Januar 16, 2009 at 4:18 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

Rezepte vom Präsi

In der Not frisst der Teufel Fliegen oder auf Ostdeutsch: „Wir hatten ja nichts!“. So gehts auch manchmal dem Präsi; eines der Rezepte, die bei der kreativen Benutzung der begrenzten eigenen Ressourcen so entstehen, möchte ich euch jetzt mal präsentieren.

Wurzelpeter ist ja an sich schon ziemlich lecker, aber irgendwann kommt der Moment – zum Beispiel wenn eh wenig im Magen ist – an dem man auch von diesem Likörchen nichts mehr herunterbekommt. Mir ist allerdings aufgefallen, dass sich Wurzelpeter super mischen lässt. Während Wurzelpeter-Energy noch vom Billig-Energydrink versaut wurde, konnte Wurzelpeter-Mate in allen Belangen punkten. Die Mate färbte sich etwas dunkler und sah damit sehr edel aus. ;)

Wurzelpeter-Mate, das Trendgetränk der prekarisierten Jugend.

Nihilistische Partei Berlins – Wackender Pfad.

Veröffentlicht in: on Januar 9, 2009 at 6:33 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

A! U! Riotkru!

Eine unvollständige Erzählung des Abends.

Den Weg zur Party fanden nur relativ wenig Leute, außerdem sagten noch Gäste aus den beiden Städten im Norden Deutschlands, die eine so innige Freundschaft mit einander verbindet, ab, sodass sich eher ein Kernkompetenzteam zusammen fand. Über die Leute, die da waren, habe ich mich dafür umso mehr gefreut und das nicht nur, weil sie einige der wenigen Gäste waren.

Zum Einstand gab es neben gegenseitigem Gepöbel und Asi-Musik Geschenke: Süßigkeiten und handgemachte Accessoires! Erfreulicherweise hatte sich auch ein Großteil der Gäste an die Kleidungsempfehlung gehalten und kleidete sich locker-leger in Jogginghosen. Denen, die keine mit hatten, konnte teilweise noch geholfen werden. Auch bei wenigen Leuten ein sehr cooler Anblick.

Auf der Butze wurde erstmal die Größe der Wohnung und das fast vollständige Fehlen von Möbelstücken bewundert und sich kräftig warm getrunken. Da die Absage von Teilen der Angekündigten erst am Abend selbst bekannt wurde, war der Party-Pöbel bald vollständig und es ging los in Richtung Reeperbahn, pardon: Innenstadt.

Man erlebt immer wieder neues: Wegen ungebührlichem Verhaltens und der Erregung öffentlichen Ärgernisses bzw. dem Nicht-Einhalten einer Kleiderordnung den Zugang zu einem „linken Freiraum“ verwehrt zu bekommen stellt sicherlich für uns alle ein Novum dar. Nächstes Mal Schweigemarsch zur Location, keine Turnschuhe und mehr Frauen mitbringen!

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Veröffentlicht in: on Dezember 1, 2008 at 9:13 am  Kommentare (9)  

Samstag

Fast eine Woche später will ich mich doch nochmal schnell daran machen, auch einen kleinen Bericht des Samstags zu veröffentlichen. Allein schon, weil dieser T a g die bessere Party war. Leider sind meine Erinnerungslücken um einiges größer, als die vom Freitag. Das ist aber auch kein Wunder, schlieálich habe ich den Bericht zum Freitag nach nur etwa fünf Stunden Schlaf und vor der Verarbeitung des letzten (Rest-)Alks verfasst. Nuja: Zu einer solchen sollte es garnicht mehr kommen.

Nachdem ich den Bericht fertig geschrieben hatte, machte ich erstmal schön laut Elektro-Musik an und qu„lte damit Mr. Szene aus dem Koma. Nach den ersten paar Liedern, als mein Zimmergenosse gerade etwas wach wurde, knallten mich die zwei Bier und das wenige Essen nochmal weg. Ich warf mich nochmal aufs Klappbett („vom Sperrmüll“, WG-Mitbewohner) und konnte mich eine gute halbe Stunde nur noch dazu aufraffen, leiser und lauter zu stellen.

Bald erinnerte sich mein Körper jedoch wieder, wie der aufrechte Gang zu bewerkstelligen ist und man schleppte sich gemeinsam ins Nachbarzimmer. Dort wurde McKay geweckt – die Rache folgte auf dem Fuá und so wurde uns in einem unerwartetem Moment McKays breiter, haariger Arsch pr„sentiert. Rückzug!

Die Augen fest zugedrückt und wieder aufs Klappbett geworfen. Da hört man schon McKay Szenes Namen rufen… das Bild wie Mecke nun völlig nackt im Türrahmen steht und „tanzt“ werde ich so schnell nicht vergessen… leider! Schäbig! Ich war anscheinend nicht der einzige, der noch erheblichen Restalk intus hatte. Das ist das Glück des wahren Trinkers: Aufstehen und schon besoffen sein.

Nunja, nachdem man sich darauf geeinigt hatte, die Erkundungen des eigenen Körpers und die zaghaften Ausflüge in das Reich der Sexualit„t auf den späteren Abend zu verschieben, setzte sich die ganze Bande in das Nachbarzimmer, fortan nur noch „Suffhöhle“ (Zitat Mitbewohner) genannt und überlegte, wie die Zeit zum Abend rumgebracht werden sollte. Ich hatte mich eigentlich schon gen Hauptstadt verabschiedet, konnte mich jedoch nicht so richtig losreißen. Außerdem war man fleißig dabei, mich zum Bleiben zu überreden. Immerhin: Es gab „Grützwurst“ (Blutwurst) und w„hrend der Mitbewohner noch am Kochen war, wurden wir losgeschickt, um den Kasten Bier zu holen. Den Kauf eines solchen hatten wir kurz vorher beschlossen.

Das wird so gegen 15:00, 16:00 Uhr gewesen sein.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Essen, nach Alki-Schweiß stinken (und wie), Unterschichtenfernsehen gucken („Wenn der datt nomma macht, kommter wech!“, eine Mutter über ihren Sohn) und guten Witzen. Zwischendurch stoß noch prominente Verstärkung dazu. Meines Wissens treibt sich der stadtbekannte Tunichtgut und Springinsfeld, der hereinschneite, im Internet unter dem Pseudonom „go!fidelity“ herum. Ganz sicher bin ich mir aber nicht.

Die nachfolgenden Biere, die Überredungsversuche und die Uhrzeit taten ihr übriges um mich zum Bleiben zu bewegen. Es wurde noch eine Mitfahrgelegenheit klarmacht und wenig später ging es auch schon wieder mit einem Bier in der Hand und zweien in den Arschtaschen ins Cafe Leviathan.

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Veröffentlicht in: on November 21, 2008 at 4:48 pm  Kommentare (6)  

Freitag

Prolog.

Die Mitfahrgelegenheit klargemacht, das Konto überzogen und die letzte Veranstaltung für diese Woche ist ausgefallen: Es geht los und mit einem unbestimmten Gefühl mache ich mich bereit, gen Norden zu fahren.  Eigentlich wollte ich Wechselklamotten, eine frische Unterhose und ein Paar Socken mitnehmen; schlussendlich nehme ich nur meinen Schlafsack und eine Zahnbürste mit.

Ich werde übrigens schändlich im Stich gelassen, dieser Fakt wird mir im Verlaufe des Abends noch immer wieder vorgehalten: „Na wo sind denn die anderen der Assoziation Umtrunk?“, „Bist du ganz alleine da?“… Durch diesen Abend muss ich mich alleine trinken, die anderen sind durch verschiedene (Lohn-)Arbeitsverhältnisse gebunden. Unter diesen Vorzeichen ist natürlich klar, dass ein Battle auf Augenhöhe ein Ding der Unmöglichkeit ist. Mein Maß aller Dinge wird für diesen Abend Josef S. bleiben, mit allen Saufproleten kann ich mich alleine einfach nicht messen.
Die Sitze der luxuriösen Mitfahrgelegenheit sind bequemer als mein Bett. Ich genieße die Fahrt durch ein wolkenverhangenes und regnerisches Dunkeldeutschland und harre der Dinge, die da kommen. Das Sara-Conner-Cover von „These Boots Are Made For Walking“ bleibt mir glücklicherweise erspart: die Landesgrenze rettet.

Kapitel 1

In Rostock angekommen und in der Kröpeliner Tor Vorstadt ´rausgelassen, suche ich mir meinen Weg zum berühmt-berüchtigten Cafe Median. Die „Warnung“, dass „die Anwohner nicht gut auf das Cafe Median“ zu sprechen seien, ignoriere ich und frage mich bei den obligatorischen Dorfpunks zum Cafe Median durch. Zahlreiche Antifa-Aufkleber und seltsame Graffitis (mit Oi!-Inhalt) weisen mir den Weg.

Kapitel 2

Nachdem ich angekommen bin, versucht man alles, um es mir so gemütlich wie möglich zu machen. Die beiden Bierschubsen hinter dem Tresen sind mir bekannt und ich werde mit den Worten „Hallo, schöner Mann“ (:-)) begrüßt. Außerdem kriege ich unverzüglich ein Bier an die Hand. Das Cafe Leviathan ist heller, größer und ordentlicher, als ich es mir vorgestellt habe. Desweiteren füllt es sich äußerst schnell. Bald ist die ganze Pinte voll mit Zecken, Rostocker Ultras und natürlich standesgemäß gekleideten Saufproleten, die auf die Ausfechtung der großmäulig angekündigten Schlacht drängen. Nach einigen Runden Pfeffi macht der Lokalmatador Josef. Szenin dem Treiben erstmal ein Ende; er will seinen Gast noch lebend zum Jugendabsturz Zentrum bringen.

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Veröffentlicht in: on November 15, 2008 at 11:22 am  Kommentare (11)  

>>Das ist kein Ausflug, das ist ein Raubzug<<

Join the caravan of love

Join the caravan of love

So, auf dem Flyer ist ja schon das meiste wichtige zu lesen, ein Einschub, der wichtigste!, ist noch zu machen: Eingeladen ist, wie an anderer Stelle schon verkündet wurde, auch die legendäre Assoziation Umtrunk. Unser kompetentes Spaß-Team, welches gelegentlich und nicht zu unrecht auch unter „Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman“ firmiert, wird sich auf den Weg machen, teilweise von weither und freut sich natürlich über tatkräftige Unterstützung aus den Reihen des lokalen Lumpenproletariats.

Es gibt die mannigfaltigsten Möglichkeiten, sich nach Rostock, das gelegentlich und nicht zu unrecht auch unter dem Namen „Sarajevo, Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina“ firmiert, zu bewegen. Der bescheidene Autor dieses Beitrags favorisiert die klassische Regio-Fahrt mit Verwahrlosungsgarantie.

Nicht zuletzt sollte es viele Leute nach Sarajevo ziehen, weil ein seit längerer Zeit aufgebauter Konflikt auf Lösung,  besser: Ausfechtung drängt. Wie das doofe Georgien das ehrwürdige Mütterchen Russland, so provozierten die sog. „Saufproleten Niklotstreet“ bzw. ihr pseudo-intellektueller Arm, die „Niklot Party Army“, die Assoziation Umtrunk mit respektlosen Internet-Nachrichten, Anrufen und obszönen Bildnachrichten. Inhalt des Affronts: Da meinten Leute, in Mecklenburg-Vorpommern sei das Saufen erfunden worden.  „Das Saufen von Brackwasser, vielleicht!“ prusten die Alten Herren der schlagendsten Verbindung der Deutschen Demokratischen Republik da belustigt.

Ob der anhaltenden und hartnäckigen Sturköpfigkeit der Saufproleten, die sich immer noch weigern, die wundervolle Überlegenheit der Assoziation U anzuerkennen, erweist es sich nun also als nötig, die blaue Fahne der Aufklärung auch nach Mecklenburg-Vorpommern, Rostock, Kröpeliner Tor Vorstadt, Jugend Absturz Zentrum zu tragen, um eine epische Schlacht am Tresen zu schlagen.

Unnötig zu erwähnen, das auch Leute, die sich nicht vorhaben, sich zum jungen Tod zu saufen, auf ihre Kosten kommen werden: Allein einer der Acts bzw. DJ_ane-Teams, die da aufgefahren werden, könnten überall anders, wo ihre Pferdewägen sie hintragen könnten, ganze Hallen füllen.

Beschreitet den leuchtenden Pfad! Kreuzzug!!

Veröffentlicht in: on November 4, 2008 at 2:26 pm  Kommentare (10)  
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