Fast eine Woche später will ich mich doch nochmal schnell daran machen, auch einen kleinen Bericht des Samstags zu veröffentlichen. Allein schon, weil dieser T a g die bessere Party war. Leider sind meine Erinnerungslücken um einiges größer, als die vom Freitag. Das ist aber auch kein Wunder, schlieálich habe ich den Bericht zum Freitag nach nur etwa fünf Stunden Schlaf und vor der Verarbeitung des letzten (Rest-)Alks verfasst. Nuja: Zu einer solchen sollte es garnicht mehr kommen.
Nachdem ich den Bericht fertig geschrieben hatte, machte ich erstmal schön laut Elektro-Musik an und qu„lte damit Mr. Szene aus dem Koma. Nach den ersten paar Liedern, als mein Zimmergenosse gerade etwas wach wurde, knallten mich die zwei Bier und das wenige Essen nochmal weg. Ich warf mich nochmal aufs Klappbett (“vom Sperrmüll”, WG-Mitbewohner) und konnte mich eine gute halbe Stunde nur noch dazu aufraffen, leiser und lauter zu stellen.
Bald erinnerte sich mein Körper jedoch wieder, wie der aufrechte Gang zu bewerkstelligen ist und man schleppte sich gemeinsam ins Nachbarzimmer. Dort wurde McKay geweckt – die Rache folgte auf dem Fuá und so wurde uns in einem unerwartetem Moment McKays breiter, haariger Arsch pr„sentiert. Rückzug!
Die Augen fest zugedrückt und wieder aufs Klappbett geworfen. Da hört man schon McKay Szenes Namen rufen… das Bild wie Mecke nun völlig nackt im Türrahmen steht und “tanzt” werde ich so schnell nicht vergessen… leider! Schäbig! Ich war anscheinend nicht der einzige, der noch erheblichen Restalk intus hatte. Das ist das Glück des wahren Trinkers: Aufstehen und schon besoffen sein.
Nunja, nachdem man sich darauf geeinigt hatte, die Erkundungen des eigenen Körpers und die zaghaften Ausflüge in das Reich der Sexualit„t auf den späteren Abend zu verschieben, setzte sich die ganze Bande in das Nachbarzimmer, fortan nur noch “Suffhöhle” (Zitat Mitbewohner) genannt und überlegte, wie die Zeit zum Abend rumgebracht werden sollte. Ich hatte mich eigentlich schon gen Hauptstadt verabschiedet, konnte mich jedoch nicht so richtig losreißen. Außerdem war man fleißig dabei, mich zum Bleiben zu überreden. Immerhin: Es gab “Grützwurst” (Blutwurst) und w„hrend der Mitbewohner noch am Kochen war, wurden wir losgeschickt, um den Kasten Bier zu holen. Den Kauf eines solchen hatten wir kurz vorher beschlossen.
Das wird so gegen 15:00, 16:00 Uhr gewesen sein.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Essen, nach Alki-Schweiß stinken (und wie), Unterschichtenfernsehen gucken (“Wenn der datt nomma macht, kommter wech!”, eine Mutter über ihren Sohn) und guten Witzen. Zwischendurch stoß noch prominente Verstärkung dazu. Meines Wissens treibt sich der stadtbekannte Tunichtgut und Springinsfeld, der hereinschneite, im Internet unter dem Pseudonom “go!fidelity” herum. Ganz sicher bin ich mir aber nicht.
Die nachfolgenden Biere, die Überredungsversuche und die Uhrzeit taten ihr übriges um mich zum Bleiben zu bewegen. Es wurde noch eine Mitfahrgelegenheit klarmacht und wenig später ging es auch schon wieder mit einem Bier in der Hand und zweien in den Arschtaschen ins Cafe Leviathan.
(weiterlesen…)